FLVW Kreis10 Detmold
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17.08.2013 WFLV - VERBANDSTAG 2013

Hermann Korfmacher
einstimmig als WFLV-Präsident bestätigt

Verbandstag in Duisburg

Hermann Korfmacher (Gütersloh) ist als Präsident des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes (WFLV) bestätigt worden. Am 17. August wählten die 186 Delegierten aus dem größten Regionalverband im Deutschen Fußball-Bund (DFB) den 70-Jährigen auf dem ordentlichen Verbandstag des WFLV, der turnusgemäß abgehalten wurde, in der Rheinhausen-Halle in Duisburg einstimmig in seine vierte Amtszeit.

Zu den Ehrengästen des Verbandstages gehörten unter anderem DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, NRW-Sportministerin Ute Schäfer und Walter Schneeloch, Präsident des Landessportbundes NRW.

Der WFLV ist mit 1,6 Millionen Mitgliedern der größte Sportverband in Nordrhein-Westfalen. Korfmacher führt den Verband seit 2003 und ist seit 2007 auch 1. DFB-Vizepräsident Amateure.

"Ich nehme die Wahl gerne an, danke für das tolle Votum. Dass das Ergebnis so überragend ausgefallen ist, freut mich ungemein", sagte Hermann Korfmacher im Anschluss an die Wahl. Der wiedergewählte WFLV-Präsident führte zudem vor den Delegierten aus: "Von einem einstimmigen Resultat träumen ja gerade in diesem Superwahljahr mit der Bundestagswahl in einem Monat eine Menge Menschen. Nun bin ich kein Politiker und kann mich freuen, tatsächlich eine ganze Mehrheit an meiner Seite zu wissen. Für Ihr Vertrauen möchte ich mich herzlich bedanken."

"Emotionaler Moment" für Hermann Korfmacher

Hermann Korfmacher sprach von einem für ihn sehr emotionalen Moment: "Ein einstimmiges Votum ist keine Selbstverständlichkeit. Ich werte meine Wiederwahl zum WFLV-Präsidenten als Bestätigung der Arbeit, die von allen Gremien und Ausschüssen sowie allen ehrenamtlichen Helfern und Helfershelfern in der abgelaufenen Amtsperiode geleistet wurde. Nur gemeinsam haben wir viel erreicht und wollen diesen Weg fortsetzen."

In die Riege der Vizepräsidenten rückte der neue Vorsitzende des Fußballverbandes Niederrhein (FVN), Peter Frymuth (Düsseldorf) auf. Ebenso wie in seinem Landesverband trat Frymuth auch beim WFLV die Nachfolge von Walter Hützen (Mönchengladbach) an.

Neu ins WFLV-Präsidium wurden Manfred Schnieders (Salzkotten), Andreas Thiemann (Moers), Marianne Finke-Holtz (Steinfurt), Manfred Deister (Gütersloh), Bodo Menze (Gelsenkirchen), Jürgen Kreyer (Wassenberg) und Dr. Stephan Osnabrügge (Bonn) berufen. Alle Wahlen fanden einstimmig statt.

WFLV-Ehrenringe für Walter Hützen, Heinz-Leopold Schneider und Dr. Dieter Stäglich

Für ihr Engagement bedankte sich der WFLV bei Karin Zimmer, Walter Hützen, Heinz-Leopold Schneider, Willi Scheuerl, Heinz Keppmann, Hans-Jürgen Weber, Dr. Dieter Stäglich, die nicht mehr für das WFLV-Präsidium kandidierten. Walter Hützen, Heinz-Leopold Schneider und Dr. Dieter Stäglich wurden für ihre verdiente Arbeit mit WFLV-Ehrenring ausgezeichnet.

Das Präsidium verlieh die Goldene Ehrennadel an Peter Frymuth, Franz-Josef Kuckelkorn, Heinz-Hubert Werker. Die Silberne Ehrennadel erhielt Hans-Jürgen Baier.

Korfmacher freute sich, dass auch im neuen Präsidium verlässliche Partner vertreten sind. Diese Wahl sei ein Ausdruck von Kontinuität und Verlässlichkeit. Die neuen Präsidiumsmitglieder sind allen wohl bekannt und werden geschätzt. Sie haben sich bereits mehrfach durch herausragenden Einsatz in ihren Landesverbänden ausgezeichnet.

Es ist Hermann Korfmacher ein wichtiges Anliegen, dass der Verband "weiterhin nicht die Interessen Einzelner im Blick hat. Als Regionalverband kann für uns nur die Einheit des Fußballs und der Leichtathletik mit allen Landesverbänden Priorität haben. Es ist mir sehr wichtig, dass diese die seit Jahren bewährte, vertrauensvolle und immer konstruktive Zusammenarbeit zwischen Regional- und Landesverbänden fortgesetzt wird."

Das gelte natürlich auch für die gleichwohl harmonische wie konstruktive Zusammenspiel mit dem Landes-Sportbund, der Landesregierung NRW, der Sportstiftung und weiteren Partner, die für den WFLV unentbehrlich sind.

Hermann Korfmacher erwartet in den nächsten drei Jahren für den westdeutschen Fußball ebenso spannende wie anspruchsvolle Herausforderungen. Die neue Struktur der Regionalliga West war bislang eine Erfolgsgeschichte, die es weiter zu entwickeln gilt. "Wir wollen und müssen zudem weiterhin wissen, wo genau in den Verbänden, Kreisen und Vereinen der Schuh drückt. Werfen Sie ruhig mit Ihrer Meinung nach uns."

Ein Schwerpunkt soll die Aufrechterhaltung der Sportförderung sein, die es erlaubt, die Ausbildung von Athletinnen und Athleten auf dem höchstmöglichen Niveau zu gewährleisten. Dafür hält der WFLV den ständigen Kontakt zu den Entscheidungsträgern in der Politik. "Machen wir uns nichts vor: Gerne bejubeln wir den silbernen WM-Triumph des Zehnkämpfers Michael Schrader, der aus Rheinhausen stammt. Möglich ist er aber nur durch die entsprechende jahrelange Unterstützung, die auf finanziellen Mitteln basiert."

Als ein weiteres Ziel der nächsten Amtsperiode gab Hermann Korfmacher an, die umfangreiche Satzung zu verschlanken und somit zu vereinfachen. Auch die Zukunft der FVN-Aula, die auf dem Grundstück des WFLV steht und zu einem Seminar- und Kongresszentrums umgebaut werden soll, steht auf der Agenda für die kurzfristige Zukunft. Ein ganz natürliches Kernthema der Arbeit muss außerdem die Förderung des Ehrenamts sein. Wie gewinne und halte ich Ehrenamtliche? Wie kann ihre Arbeit die verdiente Anerkennung finden? Wir wollen Lösungen finden und sind für Anregungen offen."

Der WFLV ist bemüht, Hilfestellungen zu geben, Fragen zu beantworten und sich zu kümmern. Hermann Korfmacher forderte die Vereine auf: "Zögern Sie nicht, das Gespräch zu suchen. Ich bin für die Belange der Sportlerinnen und Sportler jederzeit zu sprechen. Ich bin gerne Präsident dieses starken Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes. Meine ganze Kraft werde ich auch in den nächsten drei Jahren in das Wohl des Sports in Nordrhein-Westfalen stellen und freue mich auf einen regen Austausch mit den Menschen, die den Sport bewegen."

Sportministerin Ute Schäfer: "WFLV ist ein wichtiger Partner"

"Der WFLV ist als gesellschaftspolitischer Akteur ein wichtiger Partner für das Land Nordrhein-Westfalen", führte NRW-Sportministerin Ute Schäfer in ihrem Grußwort aus. Der Fußball habe wichtige Aufgaben. Auch im Kampf gegen Gewalt und Sexismus engagieren Sie sich." Wer sich engagiert, habe Anerkennung und Unterstützung verdient. Deshalb wurde nunmehr der neue "Pakt für den Sport" unterschrieben. "Das gibt finanzielle Planungssicherheit. Es war nicht einfach und ein zähes Ringen. Aber wir haben es versprochen und wir haben es geschafft", sagte Ute Schäfer.

Der Schulsport sei als Chance für Vereine zu sehen. "Gute Leistungen in der Schule werden durch Sport gefördert. Doch es geht um mehr. Sport ist Lebensfreude. Bewegung ist Leben." Das gelte nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für Senioren. Ute Schäfer hob neben der Förderung des Breitensports auch die notwendige finanzielle Unterstützung für den Ausbau der Sportschulen in NRW, momentan in Duisburg-Wedau hervor: "Wir tun was."

"Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen", sagte Ute Schäfer zu Hermann Korfmacher und bedankte sich sich beim Plenum ausdrücklich: "Was die Ehrenamtlichen leisten, ist unbezahlbar. Sie halten gemeinsam das Rad im Sport am Laufen."

Hermann Korfmacher hob ebenso die gute Zusammenarbeit mit dem Sportministerium hervor. Auch in der zurückliegenden Amtsperiode hatte das Präsidium einen regen Austausch mit der Politik geführt. "Im Sportausschuss des Landes NRW haben wir unsere Meinungen vertreten, natürlich auch in persönlichen Gesprächen mit unserer Sportministerin Ute Schäfer oder dem Abteilungsleiter Sport, Werner Stürmann", erklärte der WFLV-Präsident, der an einen ganz besonderen Höhepunkt erinnerte: "Nicht nur bezüglich der FIFA-Frauenfußball-WM, die 2011 in drei Standorten in NRW zu Gast war, haben die Landesregierung und der WFLV perfekte Doppelpässe gespielt. Es hat mich gefreut, dass sich Frau Schäfer auf unserer gemeinsamen Frauenfußball-Konferenz im Mai 2011 als „Ministerin für Lebensbildung“ definiert hat. Wir haben den gleichen Ansatz und verfolgen identische Ziele."

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach: "Fühle mich als Westler"

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach freute sich, beim WFLV-Verbandstag zu Gast zu sein. "Heimat ist keine Standortbeschreibung, sondern ein Gefühl. Ich fühle mich als Westler", sagte der gebürtige Düsseldorfer, der seit vielen Jahren in Hessen wohnt. Niersbach hob die 1,6 Millionen Mitglieder des WFLV hervor. Weltweit steht der WFLV damit an sechster Stelle der Sportverbände. "Sie müssen sich dieser Stärke bewusst sein", meinte Niersbach und ergänzte: "Die Stärke des deutschen Fußballs ist der Zusammenhalt auf internationale, nationaler, regionaler und lokaler Ebene. Wir sprechen miteinander und sind im Dialog." In England beispielsweise lege die Premier League nicht so einen großen Wert auf die Belange des unterklassigen Fußballs.

"Die Amateure sind oft die Profis"

Niersbach hob die gute Arbeit im westdeutschen Fußball hervor: "72 Prozent aller Spielberichte werden im Westen online abgegeben werden. Bei den Pässen ist ähnlich. Beim DFB haben wir die klare Vision, auf diesem Gebiet der Innovation weiterzugehen." Der Stellenwert des gesamten Amateurfußball müsse gestärkt werden. "Die Amateure sind oft die Profis. Das Wir im Fußball ist wichtig." In Verbundenheit mit seinem Heimat-Bundesland beendete Wolfgang Niersbach sein Grußwort mit der klaren Ansage: "Wenn ihr irgendwann im Westen ein spezielles Problem habt, dann wisst ihr, dass der DFB-Präsident im Herzen hier bleibt."

Hermann Korfmacher konnte diese Worte nur begrüßen. "Fußball und Leichtathletik werden nahezu täglich vor neue Herausforderungen gestellt. Dabei geht es nicht nur um Meistertitel oder Olympische Medaillen. Vielmehr stehen die Förderung des Nachwuchses und den Breitensportes im Vordergrund. Jugendliche und Amateure sollen den Spaß am Sport und den erreichbaren Höchstleistungen haben und sich einbringen. Das ist unsere Basis", erklärte Hermann Korfmacher.

Der WFLV-Präsident formulierte es noch präziser: "Die Amateure sind die Säule des Fußballs. Und ohne Basis gibt es keine Spitze. Dass der Fußball boomt, ist eine tolle Sache, in die wir viel Arbeit investiert haben. Aber man muss den Fußball pflegen, damit dies auch so bleibt. Die demographische Entwicklung ist ein Thema, das uns bereits vor drei Jahren bei unserem Verbandstag 2010 beschäftigt hat. Und es wird uns auch in der Zukunft beschäftigen. Gleichwohl können wir die exponierte Stellung unseres Verbandes und seiner Mitgliedsverbände nutzen, um Lösungen zu erarbeiten und umzusetzen. Dafür müssen und wollen wir an die Basis gehen. Verband und Vereine müssen – ebenso wie auf dem Platz - ein Team sein. Ich appelliere an die Vereine, jede Gelegenheit zu nutzen, mit dem Verband ins Gespräch zu kommen. Bleiben Sie kommunikativ!"

Walter Schneeloch, Präsident des Landessportbundes NRW, wähnte sich ebenfalls glücklich, mit dem WFLV einen starken Partner an seiner Seite zu wissen. Mit Nachdruck wies er nochmals auf die Bedeutung des im Juli bis 2017 mit der Landesregierung beschlossenen "Pakt für den Sport" hervor: "Das ist ein Erfolg für den Sport. Der Sport erledigt gesellschaftliche Aufgaben. Das ist ein Win-Win-Situation für die Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen. Übungsleiter bilden wir nicht aus, damit die nächste Trainingsstunde gesichert ist, sondern der Trainingsbetrieb dauerhaft ausgeführt werden kann."

Hermann Korfmacher mochte dies nur bestätigen. "Tore, Tricks und Höchstleistungen! Der Fußball boomt! Und die Leichtathletik ebenso. Da gibt es keine zwei Meinungen. Wer in diesen Tagen die hiesigen Fußball-Ligen verfolgt, sieht schon zum Saisonauftakt Torfestivals und dramatische Partien. Alleine der erste Bundesliga-Spieltag am vergangenen Wochenende hat ebenso der Regionalliga-Auftakt Lust auf mehr gezeigt. Und bei der Leichtathletik-WM sehen wir gerade ebenfalls nahezu ganztägig tolle Vorstellungen der Sportlerinnen und Sportler. "

Auf dem Verbandstag wurden weitere wichtige Weichenstellungen vorgenommen. "Ich darf feststellen, dass der WFLV als Dachverband seiner Mitgliedsverbände seine herausragende Stellung im Fußball und in der Leichtathletik nicht nur innerhalb Nordrhein-Westfalens, sondern auch auf bundesdeutscher Ebene festigen und ausbauen konnte", erläuterte Hermann Korfmacher: "Das ist beruhigend, aber kein Ruhekissen. Mit Ehrgeiz und Leidenschaft wollen wir am Ball bleiben." (Quelle: WFLV.de)

29.06.2013 FLVW - VERBANDSTAG 2013

Präsidium (v. l.): Das alte und neue Präsidium des FLVW: Manfred Schnieders, Hans-Gerhard Schulz, Hermann Korfmacher, Klaus Jahn, Peter Wolf, Manfred Deister und Carsten Jaksch-Nink.

Verbandstag bestätigt Korfmacher im Amt - Tilkowski und Bomnüter neue Ehrenmitglieder

29.06.2013

„Wir können immer besser werden, aber nur gemeinsam mit den Vereinen und Kreisen“, konstatierte der alte und neue Präsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW), Hermann Korfmacher, am Samstag in Bielefeld. Ganz im Sinne des Verbandstags-Mottos: „Verein(t) ist modern“ betonte Korfmacher in seiner Rede den notwendigen Zusammenhalt aller Ebenen, um erfolgreich die Weichen für die Zukunft zu stellen.

145 Delegierte aus den nunmehr 30 Kreisen des Verbandsgebietes waren der Einladung in die Stadthalle Bielefeld gefolgt, wie auch zahlreiche Ehrengäste: unter ihnen LSB-Präsident Walter Schneeloch, der Schatzmeister des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, Franz-Josef Probst, sowie der Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und Präsident des Bayerischen Fußballverbandes, Dr. Rainer Koch.

Wie schon Bielefelds Bürgermeisterin Karin Schrader betonte Korfmacher in seiner Grundsatzrede die finanziell angespannte Situation der Kommunen, die durch den Solidarpakt verschärft werde und sich unmittelbar auf die Vereine vor Ort auswirke. Ideen seien gefragt, um das auszugleichen, Kooperationen mit der Wirtschaft unerlässlich aber auch der Blick über den Tellerrand hinaus. „Wir müssen über die Grenzen des Verbandsgebietes hinausschauen und auch auf europäischer Ebene Partner suchen“, so Korfmacher. Zudem unterstrich er die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Kreisen und Verbänden und forderte zur Mitarbeit auf. „Die Verbände haben in den vergangenen Jahren die Bereitschaft zum Dialog hinreichend unter Beweis gestellt“, verwies er unter anderem auf den Amateurfußball-Kongress 2012. Das werde mit dem FLVW-Zukunftsdialog 2014 fortgesetzt. Die Vereine sollen mitbestimmen, wohin die Reise geht. „Es gibt viel zu tun, packen wir es an!“, forderte er die Delegierten abschließend zum Mitmachen auf.

Auch die prominenten Gastredner erteilten in ihren Grußworten dem Kirchturmdenken eine Absage. „Der Vereinsfußball steht im Umbruch“, betonte Koch. „Wer 2002 nicht geboren war, kann 2012 nicht bei den E-Junioren kicken“, skizzierte er den demografischen Wandel, der „keine Überraschung“ sei. Es müssten Wege gefunden werden, mit und in der „Eventgesellschaft“ zu leben. Dem Fußball als Sportart gehe es gut, er sei Gesprächsthema Nummer eins. Diese gute Ausgangsposition gelte es zu nutzen. „Mia san auch wer“, textete Koch den Spruch des Triple-Siegers auf die Amateure um: 95 Prozent der aktiven Fußballer seien eben Amateure. Und nur wenn diese gute Rahmenbedingungen vorfänden, könne der Fußball langfristig die Nummer eins bleiben.

Walter Schneeloch appellierte an die Delegierten, den Mut zur Veränderung zu bewahren und forderte gleichzeitig die Politik auf, als verlässlicher Partner an der Seite des Sports zu stehen.

Franz-Josef Probst blickte zurück auf 60 Jahre vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Fußballern und Leichtathleten unter einem gemeinsamen Dach im FLVW. „Kein anderer Verband hat diesen Schritt unternommen“, lobte Probst. In Richtung der Fußballer schickte er noch augenzwinkernd den Hinweis, dass Fußball vielleicht die Nummer eins sei, aber die Leichtathletik die olympische Königsdisziplin.

Neuwahlen der Gremien und zahlreiche Verabschiedungen

Das Präsidium wurde einstimmig im Amt bestätigt. Bei der Wahl des Präsidenten gab es lediglich drei Enthaltungen.

Vorsitzender des Verwaltungsrates bleibt Jürgen Grondziewski mit 140 Ja-Stimmen aus den Reihen der Delegierten. Neu im Verwaltungsrat ist für den ausgeschiedenen Prof. Dr. Rüdiger Knaup nun Dr. Christoph Stiens (Werne).

Auch bei den Ausschussvorsitzenden gab es nur eine personelle Veränderung: Den Vorsitz des Schiedsrichterausschusses übernimmt nun Michael Liedtke (Dortmund) für Gundolf Walaschewski, der den Vorsitz des Qualifizierungsausschusses (künftig „Ausschuss für Vereins- und Verbandsentwicklung“) übernimmt.

Gleich acht Kreischefs wurden in Bielefeld verabschiedet. Eine personelle „Zäsur“, schließlich stehen Bernd Rengshausen (Ahaus/Coesfeld), Heinz Osterhage (Lemgo), Werner Kretschmer (Lüdinghausen), Günter Erfkamp (Detmold), Franz-Josef Bomnüter (Iserlohn), Walter Schütte (Minden), Fritz Struckmeyer (Lübbecke) und Manfred Wichmann (Gelsenkirchen) für mehr als 250 Jahre ehrenamtliches Engagement im Sport.

Ehrenmitgliedschaft für Hans Tilkowski und Franz-Josef Bomnüter

Gegen 11 Uhr bat Präsident Korfmacher die Delegierten noch mal um ihre Aufmerksamkeit. „Der Verwaltungsrat schlägt dem Verbandstag vor, die Verbandsehrenmitgliedschaft an Franz-Josef Bomnüter und Hans Tilkowski zu verleihen“. Per Akklamation sollten die Anwesenden abstimmen. Der Aufforderung kamen diese umgehend stehend nach.

Tilkowski wurde für sein Lebenswerk, seine Verbundenheit mit dem FLVW und sein soziales Engagement ausgezeichnet. Der gebürtige Dortmunder hat das Fußballspielen in Westfalen gelernt - unter anderem bei den Verbandssportlehrern Herbert Widmayer und Walter Ochs - und in der legendären Oberliga West für den SC Westfalia Herne gespielt. Es folgten herausragende fußballerische Leistungen auf allerhöchstem internationalem Niveau für Borussia Dortmund und für den DFB.

Bomnüter war bis zu seinem Ausscheiden im Mai der dienstälteste Kreisvorsitzende. 41 Jahre stand er dem Kreis Iserlohn vor, den er maßgeblich prägte. Er habe sich dem Sport in Westfalen verschrieben, so Korfmacher bei der Übergabe der Urkunde. Ein „Mann des Ausgleichs“, der nie den Bezug zur Basis verlor. „Egal auf welcher Ebene, im Sport oder in der Politik, du hast dich stets für die Menschen an der Basis eingesetzt“, betonte zuvor der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Jürgen Grondziewski, in seiner Laudatio.

DIE GREMIEN

Präsidium

Präsident:

  • Hermann Korfmacher (Gütersloh)

Vizepräsidenten:

  • Fußball: Manfred Schnieders (Salzkotten)
  • Leichtathletik: Hans-Gerhard Schulz (Herten)
  • Freizeit- und Breitensport: Klaus Jahn (Ibbenbüren)
  • Jugend: Manfred Deister (Gütersloh)
  • Finanzen: Peter Wolf (Lüdenscheid)
  • sowie Direktor Carsten Jaksch-Nink (Kamen)

Verwaltungsrat
Vorsitz:

  • Jürgen Grondziewski, Dortmund

Beisitzer:

  • Fritz Struckmeyer, Hüllhorst
  • Andreas Hebbecker, Lennestadt
  • Ulrich Jeromin, Bochum
  • Markus Raschke, Hopsten
  • Peter Alexander, Hagen
  • Thomas Wember, Recklinghausen
  • Dr. Christoph Stiens, Werne

AUSZEICHNUNGEN

Verleihung der FLVW-Ehrenmitgliedschaft:

  • Hans Tilkowski (Herne)
  • Franz-Josef Bomnüter (Iserlohn)

FLVW-Ehrenring:

  • Franz Becker (Hagen)
  • Günter Erfkamp (Detmold)
  • Werner Kretschmer (Lüdinghausen)
  • Heinz Osterhage (Lemgo)
  • Karl Nagel (Borgentreich)
  • Walter Schütte (Minden)
  • Manfred Wichmann (Gelsenkirchen)
  •  
  • Quelle: FLVW.de
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