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Fairplay-Liga

Bericht Lippische Landeszeitung zur Fairplay-Liga vom 12.10.2013

LZ-Bericht vom 15.10.2013 zur Fairplay-Liga
LZ-Bericht vom 15.10.2013 zur Fairplay-L[...]
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Vorstellung der Fairplay-Liga
fairplay_liga_praesentation.pdf
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Regeln der Fairplay-Liga
fairplay_liga_regeln.pdf
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Fairplay-Liga leben
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Nicht über Fairplay reden, sondern mit den Kindern Fairplay leben!

 

Die FairPlayLiga (FPL) ist eine innovative, leicht verständliche Spielform, deren Rahmenbedingungen einen kindgerechten Wettspielbetrieb ermöglichen. Auslöser für die FPL waren zunehmende Zuschauerausschreitungen im Kinderfußball. Ziel der FPL ist es, den Kindern im organisierten Wettspielbetrieb maximale Freiheit und Ruhe zu verschaffen.

So können sie, unbeeinflusst von außen, ihr eigenes Spiel spielen.

Drei einfache Verhaltensregeln, die die geltenden Spielregeln ergänzen, sollen dafür sorgen, den Kindern ihr Spiel zurückzugeben.

 

1. Schiedsrichterregel (Königsregel):

Die Kinder entscheiden selbst.

2. Trainerregel:

Die Trainer halten sich mit Anweisungen zurück. Sie unterstützen die Kinder aus der gemeinsamen Coachingzone. Sie haben Vorbildfunktion.

3. Fanregel:

Die Fans halten respektvollen Abstand (ca. 15 m) zum Spielfeld.

 

Die Verantwortung für ein kindgerechtes Fußballspiel soll so von allen Beteiligten übernommen werden.

Zunächst ist die FPL für viele Menschen, die sich am Profifußball orientieren, ungewohnt und mit Fragen verbunden:

 

1. Können Kinder überhaupt selbst entscheiden? Ja! Kinder können sehr gut Regeln lernen, beherzigen und einhalten, wenn diese eingefordert werden. Wenn sie das Vertrauen von Trainern spüren, werden sie sehr schnell eigenständig und haben dann die Möglichkeit, ihre Persönlichkeit zu stärken und weiter ins Spiel einzubringen. Bei Kindern, die sich noch nicht trauen Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen, helfen die Mitspieler oder Trainer. Beides fördert das soziale Miteinander.

2. Können Kinder ohne Anweisungen auskommen? Ja! Kinder lieben Fußball und verstehen genau den Sinn. Vorne muss der Ball rein und hinten muss verhindert werden, dass der Ball ins eigene Tor geht. Je nach Alter und Entwicklungsstand der Kinder sieht das für Erwachsene schon mal ungewohnt aus. Die Kinder jedoch suchen sich, je nach ihren Fähigkeiten, ihren eigenen Weg und lernen erstaunlich schnell.

3. Müssen Eltern so weit weg vom Spielfeld? Ja! Liebe braucht Abstand, Vertrauen und Zutrauen. Eltern wollen nur das Beste für ihr Kind. Im Spiel fiebern sie mit ihren Kindern und wollen helfen. Der Abstand hilft ihnen, ihr Kind loszulassen und den Kinderfußball als das zu sehen, was er ist: ein Spiel.

 

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, Kinderfußball ist kein Profifußball. Den Trainern, Fans und Eltern kommen im Kinderfußball andere Aufgaben zu als im Profifußball. Die FPL hat zum Ziel, den vielen begeisterten und talentierten Kindern, ebenso wie ihren engagierten Trainern und Eltern, Respekt und Anerkennung entgegenzubringen.

 

Kinder lernen am besten durch Vorbilder und eigene Erfahrungen. Für das Erlernen und Beherzigen von fairem Verhalten und die Entwicklung von sozialen Kompetenzen ist der Kinderfußball ideal. Die FPL will dazu beitragen, den Kinderfußball als Fundament der Talententwicklung und Persönlichkeitsbildung im Fußball zu stärken – unter Einbezug aller Beteiligten.

 

Die Fair-Play-Liga kurzgefasst: Der Rahmen der FPL bietet den Kindern den nötigen Freiraum, um ihre Kreativität (Selbstentfaltungswerte) auszuleben, ohne die Einhaltung der Fußballregeln (Pflicht- und Akzeptanzwerte) zu vernachlässigen.

 

Ralf Klohr, SuS Herzogenrath, Fußballkreis Aachen

Quelle: fairplay-liga.de

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